KI steigert die Produktivität nicht, so eine aktuelle Studie unter CEOs.

Eine aktuelle Studie zeigt, dass die Integration von KI in den Arbeitsplatz nicht zu den erwarteten Produktivitätsgewinnen oder bedeutenden Veränderungen bei der Beschäftigung geführt hat, was das "Produktivitätsparadox" widerspiegelt, das der Ökonom Robert Solow während der IT-Ära identifiziert hat. Trotz der Verbreitung von KI, erkennbar an ihrer Nennung in 374 Gewinnaufrufen unter S&P 500-Unternehmen, fand eine Studie mit 6.000 Führungskräften aus den USA, dem Vereinigten Königreich, Deutschland und Australien heraus, dass fast 90 % keinen Einfluss von KI auf Produktivität oder Beschäftigung in den letzten drei Jahren berichteten.
Die Forschung hebt eine Diskrepanz zwischen den erwarteten und den tatsächlichen Ergebnissen von KI auf die Produktivität hervor, die an frühere technologische Fortschritte erinnert. Spezifisch verwenden zwar zwei Drittel der Führungskräfte KI, dies führte jedoch nur zu etwa 1,5 Stunden wöchentlichem Einsatz am Arbeitsplatz, und 25 % der Befragten nutzten überhaupt keine KI. Trotz dieser Ergebnisse hegen Führungskräfte erhebliche Erwartungen an KI und prognostizieren einen Anstieg der Produktivität um 1,4 % und eine Steigerung der Produktion um 0,8 % in den nächsten drei Jahren.
Einige Forscher bleiben optimistisch in Bezug auf das Potenzial von KI, wobei die Federal Reserve Bank von St. Louis einen Anstieg des Produktivitätswachstums um 1,9 % seit der Einführung von ChatGPT im Jahr 2022 berichtet. Die breiteren wirtschaftlichen Indikatoren, wie Beschäftigungs- und Inflationsdaten, zeigen jedoch keine signifikanten, durch KI verursachten Veränderungen, was Fragen aufwirft, wann oder ob die erwarteten Renditen aus KI-Investitionen, die 2024 über 250 Milliarden Dollar erreichen sollten, realisiert werden.
Ökonomen ziehen Parallelen zur IT-Ära, als das Aufkommen neuer Technologien wie Transistoren und Mikroprozessoren ebenfalls nicht sofort zu einer Steigerung der Produktivität führte, sondern stattdessen überwältigende Mengen an Informationen erzeugte, ohne wirksame Mittel zur Nutzung für Produktivitätssteigerungen zu bieten.
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