Amazon umgeht mit 45 Jahre alten Regeln die Bürgerabstimmung in Gilroy zum KI-Rechenzentrum

Amazon Web Services (AWS) hat mit dem Bau eines 56 Hektar großen KI-Rechenzentrums in Gilroy, Kalifornien, begonnen und damit eine Bürgerabstimmung umgangen, indem es sich an vor 45 Jahren festgelegte lokale Bebauungsregeln hält. Das Projekt, das zwischen einem Walmart Supercenter und den Gilroy Premium Outlets liegt, befindet sich seit 2020 im Genehmigungsverfahren; die öffentliche Kommentierungsfrist endete 2024 – bevor Rechenzentren landesweit ein heißes Thema wurden. Dadurch wurden Anwohner wie Rosa Rodriguez von der Diskussion ausgeschlossen, trotz Bedenken hinsichtlich Dürre und Umweltbelastung.
Wichtige Details
- Standort: 56 Hektar Ackerland in Gilroy, Kalifornien, etwa 30 Meilen südwestlich von San Jose.
- Bebauungslücke: Das Gelände folgt industriellen Bebauungsregeln, die vor 45 Jahren festgelegt wurden und für Projekte dieser Größenordnung keine öffentliche Abstimmung erfordern.
- Genehmigungszeitplan: Der Antrag begann 2020; die Genehmigung wurde aufgrund von Meinungsverschiedenheiten zwischen Amazon und Stadtbeamten um mindestens ein Jahr verzögert. Die öffentliche Kommentierungsfrist endete 2024.
- Position der Stadt: Der Bürgermeister von Gilroy, Greg Bozzo, erklärte, dass andere Industrieprojekte ähnlicher Größe, wie ein Lebensmittelverteilzentrum, ohne Widerstand genehmigt wurden.
- Antwort von Amazon: Roger Wehner, VP für Wirtschaftsentwicklung bei AWS, sagte, das Gelände habe ein langes Genehmigungsverfahren mit öffentlichen Bekanntmachungen und Kommentierungsfristen durchlaufen.
Dieser Fall zeigt, wie veraltete Bebauungsregeln großen Infrastrukturprojekten ermöglichen können, moderne Bürgerbeteiligung zu umgehen. Für Entwickler, die die Expansion von KI-Rechenzentren verfolgen, ist dies ein Präzedenzfall, der die Planung und GemeindeBeziehungen in anderen Regionen beeinflussen könnte.
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