Sicherheitsaudit stellt fest, dass Anthropics MCP-Referenzserver anfällig sind und auf Halluzinationen basierende Schwachstellen einführen

Ergebnisse der MCP-Server-Sicherheitsprüfung
Eine umfassende Sicherheitsprüfung von 100 Model Context Protocol (MCP)-Serverpaketen hat erhebliche Sicherheitsprobleme aufgedeckt. Die Prüfung ergab, dass 71 % der Server mit der Note F bewertet wurden, wobei kein Server die Note A erhielt. Dies schließt Anthropics eigene Referenzimplementierungen ein, die oft als "Goldstandard" angesehen werden.
Halluzinationsbasierte Schwachstellen (HBVs)
Die Prüfung identifizierte eine neue Klasse von Schwachstellen namens Halluzinationsbasierte Schwachstellen. Wenn MCP-Tools vage Beschreibungen haben (wie "verwaltet Dateien"), ist Claude gezwungen, Parameter zu erraten. Dies erzeugt sowohl Sicherheitslücken als auch Token-Verschwendung, da Claude in "Denkschleifen" gerät, um die Werkzeuggrenzen zu bestimmen, was Kontextfenster und Nachrichtenlimits aufbraucht.
Spezifische Ergebnisse
- Die Referenzfalle: Offizielle Server für GitHub und Dateisysteme – diejenigen, die Anthropic empfiehlt – erhielten 0/100 Punkte bei Basissicherheitstests. Diese Server erlauben "unbegrenzte" Eingaben, was bedeutet, dass aufgeforderten Agenten aufgrund fehlender interner Sicherheitsbarrieren dazu verleitet werden können, Daten zu löschen oder zu exfiltrieren.
- RCE-Klassen-Risiken: Die Prüfung identifizierte strukturelle Vorläufer von RCE-Schwachstellen ähnlich CVE-2025-68143, die das Ökosystem zuvor betroffen haben.
- Authentifizierungsbeschränkungen: Selbst bei konfiguriertem OAuth bleiben schlecht definierte Tools anfällig. Ausgeklügelte Prompts können Claude in ein Werkzeug für versehentliche oder absichtliche Datenzerstörung verwandeln.
Schutzempfehlungen
- Prüfen Sie Ihre Server: Vertrauen Sie Servern nicht nur, weil sie sich in Anthropics offiziellem Repository befinden.
- Härten Sie Ihre Manifeste: Stellen Sie sicher, dass jedes Tool
minLength,maxLengthund strengepattern-Regex in seinem JSON-Schema hat. - Führen Sie den Scanner aus: Verwenden Sie das Open-Source-Prüftool:
npx @agentsid/scanner
Wesentliche Erkenntnis
Agentische Setups sind wahrscheinlich "standardmäßig anfällig", weil offizielle Vorlagen Flexibilität über Sicherheit stellen. Das ordnungsgemäße Härten von Werkzeugdefinitionen kann sowohl Daten schützen als auch den Token-Verbrauch reduzieren, indem unnötige Denkschleifen verhindert werden.
Das vollständige Whitepaper und die Methodik sind verfügbar unter: https://github.com/stevenkozeniesky02/agentsid-scanner/blob/master/docs/state-of-agent-security-2026.md
📖 Read the full source: r/ClaudeAI
👀 Siehe auch

Endo Familiar: Objektfähigkeits-Sandbox für KI-Agenten
Endo Familiar implementiert objektfähigkeitsbasierte Sicherheit für KI-Agenten: Agenten starten ohne Berechtigungen, erhalten nur explizite Referenzen auf bestimmte Dateien oder Verzeichnisse und können in Sandbox-Code engere Fähigkeiten ableiten.

SupraWall MCP Plugin blockiert Prompt-Injection-Angriffe auf lokale KI-Agenten
SupraWall ist ein MCP-Plugin, das Versuche zur Exfiltration sensibler Daten von KI-Agenten abfängt und blockiert, demonstriert in einer Red-Team-Herausforderung, bei dem es Credential-Leaks durch Prompt-Injection-Angriffe verhinderte.

Microsofts Open-Source-Tools gehackt: Passwort-stehlende Malware trifft KI-Entwickler-Repos
Hacker haben mindestens 70 Microsoft GitHub-Repos mit Passwort-stehlender Malware infiltriert, die KI-Entwickler anvisiert, die Claude Code, Gemini CLI und VS Code nutzen. Es handelt sich um eine erneute Kompromittierung des Durable Task-Projekts.

OpenClaw Slack-Sicherheit: Risiken und Lösungen bei der Offenlegung von API-Schlüsseln
OpenClaw Slack-Bereitstellungen können API-Schlüssel über Fehlermeldungen in Kanälen preisgeben, wobei in einem Bitsight-Bericht über 8.000 offengelegte Instanzen gefunden wurden. Die Quelle beschreibt drei spezifische Schwachstellen und bietet praktische Lösungen, einschließlich Änderungen am System-Prompt und Migration zu SlackClaw.