Die Vertragsbedingungen von OpenAI mit dem Pentagon erlauben 'jede rechtmäßige Nutzung', einschließlich potenzieller Überwachung.

OpenAI-CEO Sam Altman kündigte an, dass sein Unternehmen erfolgreich neue Bedingungen mit dem Pentagon ausgehandelt habe. Er behauptet, das Verteidigungsministerium habe sich OpenAIs Sicherheitsprinzipien angeschlossen, die inländische Massenüberwachung verbieten und menschliche Verantwortung für autonome Waffensysteme vorschreiben. Quellen, die mit den Verhandlungen vertraut sind, sagen jedoch, dass das Pentagon in diesen Punkten tatsächlich nicht nachgegeben habe.
Die Schlupflöcher von 'Jeder rechtmäßigen Nutzung'
Laut Quellen, die mit The Verge sprachen, ist OpenAIs Abkommen deutlich weicher als das, wofür Anthropic sich einsetzte, hauptsächlich aufgrund von drei Wörtern im Vertrag: 'jede rechtmäßige Nutzung'. Die Quelle bestätigte, dass sich jeder Aspekt von OpenAIs Bedingungen darauf reduziert: Wenn es technisch legal ist, dann kann das US-Militär OpenAIs Technologie nutzen, um es durchzuführen.
In den letzten Jahrzehnten hat die US-Regierung die Definition von 'technisch legal' gedehnt, um umfassende Massenüberwachungsprogramme abzudecken. Berichten zufolge wollte das Pentagon bei den Verhandlungen nicht von seinem Wunsch abrücken, Massendaten über Amerikaner zu sammeln und zu analysieren.
Anthropics Haltung und die Konsequenzen
Anthropic wurde vom Verteidigungsministerium auf eine schwarze Liste gesetzt, weil es bei zwei spezifischen roten Linien standhaft blieb:
- Keine Massenüberwachung von Amerikanern
- Keine tödlichen autonomen Waffen (KI-Systeme mit der Befugnis, Ziele ohne menschliche Aufsicht zu töten)
Verteidigungsminister Pete Hegseth stufte Anthropic aufgrund dieser Weigerung als Risiko für die Lieferkette ein. OpenAIs ehemaliger Leiter der Politikforschung, Miles Brundage, kommentierte auf X: 'Angesichts dessen, was externe Anwälte und das Pentagon sagen, sollte die Standardannahme der OpenAI-Mitarbeiter hier leider sein, dass OpenAI nachgegeben + es als Nicht-Nachgeben dargestellt hat und Anthropic geschadet hat, während es als Hilfe für sie dargestellt wurde.'
Vertragsdetails und Reaktion der Branche
Altman verwendete in seiner Erklärung den von der Trump-Administration bevorzugten Namen für das Verteidigungsministerium und nannte es das 'Kriegsministerium' (DoW). Er behauptete: 'Das DoW stimmt diesen Prinzipien zu, spiegelt sie in Gesetz und Politik wider, und wir haben sie in unsere Vereinbarung aufgenommen.'
In den sozialen Medien und in der KI-Branche wurde Altmans Behauptung sofort in Frage gestellt. Es wurde gefragt, warum das Pentagon plötzlich diesen roten Linien zustimmen würde, nachdem es zuvor erklärt hatte, dies niemals zu tun. OpenAI-Sprecherin Kate Waters bestritt, dass die Vereinbarung das Überschreiten bestimmter Grenzen erlaube, und erklärte: 'Das System darf nicht verwendet werden, um...', obwohl die Aussage im Quellenmaterial abgeschnitten war.
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