Debuggen eines Pi Zero 2W BadUSB mit Claude Code: Behebung eines 'unmöglichen' Bugs

✍️ OpenClawRadar📅 Veröffentlicht: 26. Mai 2026🔗 Source
Debuggen eines Pi Zero 2W BadUSB mit Claude Code: Behebung eines 'unmöglichen' Bugs
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Vor etwa 10 Monaten baute ein Entwickler ein Pi Zero 2W BadUSB-Toolkit, aber eine Funktion – „vollständiger Reset zwischen Angriffen“ – funktionierte nie. Als WIP markiert, wurde das Projekt aufgegeben. Diese Woche baute der Entwickler das Projekt mit Claude Code als Pair-Programmierer von Grund auf neu auf. Das Ergebnis: Die „unmögliche“ Funktion funktioniert jetzt, und die Sitzung förderte mehrere subtile Fehler zutage.

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Was Claude Code tat

  • Ursache auf einen Blick erkannt: Der Listener prüfte nur die Existenz von /dev/hidg0 – diese war von Anfang an gegeben – daher wurden Payloads sofort nach dem Einschalten ausgeführt, unabhängig davon, ob ein Host angeschlossen war. Das korrekte Signal ist /sys/class/udc/<udc>/state == "configured".
  • Hardware-Limit empirisch bestätigt: Als die erste Korrektur nicht vollständig funktionierte, meldete sich Claude per SSH an, forderte den Entwickler auf, ein-/auszustecken, während er sysfs und das dwc2 debugfs regdump-Register abfragte. Dabei stellte er fest, dass das GOTGCTL-Register bei 0x000d0000 einfriert, unabhängig vom Kabelzustand – der Pi Zero 2W hat keine VBUS-Erkennung, die mit dem OTG-Block des SoC verbunden ist. Claude wechselte zu einem Workaround mit aktivem Unbind, Abkühlphase und Ratenbegrenzung.
  • Stillen Python-Fehler entdeckt: open(udc_path, "w").write("") ruft write(2) nicht mit null Bytes auf – CPythons TextIOWrapper unterlässt den Aufruf. Der Unbind war eine Stunde lang eine Nulloperation. Behoben durch os.write(fd, b"\n"), um einen Syscall zu erzwingen.
  • Verbotene Löschung bei Configfs behoben: rm -rf schlug fehl, weil Configfs das Entfernen von kernelverwalteten Attributdateien verbietet. Die korrekte Reihenfolge ist rmdir nur, von Blatt zu Wurzel.
  • Pytest-Suite mit 34 Tests geschrieben gegen eine simulierte HID-Engine, ermöglicht Parsertests auf jedem Host ohne Pi.
  • KI-Gedächtnis aktualisiert: Der Entwickler nutzt Postgres als Langzeitspeicher für Claude – diese Fehlereinträge werden nun in ähnlichen Configfs/USB-Gadget-Projekten referenziert.

Die gesamte Arbeitssitzung dauerte etwa 4 Stunden, hauptsächlich Wartezeit bei physischem Ein-/Ausstecken. Der Pull Request enthielt sechs gut abgegrenzte Commits mit korrekten Co-Author-Tags und einem Testplan. Das Projekt (Pi-Zero-2W-Bad-USB) ist MIT-lizenziert und bietet eine Ducky-Script-ähnliche Payload-Sprache, Variablen, IF/WHILE, HOLD/RELEASE, INJECT MOD, RANDOM *, US/UK-Tastaturlayouts, optionalen RO-Massenspeicher-Gadget, systemd-Integration und idempotentes Installationsskript.

Für Entwickler, die Hardware-in-the-Loop-Workflows mit Claude Code einsetzen, ist dies eine überzeugende Fallstudie zur KI-gestützten Fehlersuche auf Sysfs- und Registerebene.

📖 Vollständige Quelle lesen: r/ClaudeAI

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