PocketBot: Ein lokaler KI-Autopilot für iOS mit App-Intents und On-Device-Inferenz

PocketBot ist ein iOS-Autopilot-Agent, der vollständig auf dem Gerät läuft und native iOS-Frameworks nutzt, um ereignisgesteuerte Automatisierungen zu erstellen, ohne Daten an Cloud-Server zu senden. Die Entwickler haben es über vier Wochen mit Hilfe von Claude Opus 4.6 und dessen 1M-Kontextfenster aufgebaut.
Architektur und technische Details
Das System verfolgt einen datenschutzorientierten Ansatz mit diesen Schlüsselkomponenten:
- 100 % lokale Inferenz: Führt ein quantisiertes 3B-Llama-Modell nativ auf dem Neural Engine des iPhones über Metal aus
- Native Orchestrierung: Nutzt Apples AppIntents- und CoreLocation-Frameworks anstelle von Screen-Scraping
- Ereignisgesteuerte Engine: Wird nur im Hintergrund aktiviert, wenn das Betriebssystem Systemtrigger (Standort, Zeit, Akku) auslöst
- Datenschutzorientiert: Prompts, Daten und Automatisierungen gelangen niemals auf Cloud-Server
Aktuelle Fähigkeiten
Drei funktionierende Beispiele aus der Beta:
- Der Akku-Retter: "Wenn mein Akku unter 5 % fällt, dimme den Bildschirm und schicke meinem Partner meinen Live-Standort."
- Morgendliches Briefing: "Um 7 Uhr morgens durchsuche meinen Kalender/Erinnerungen/E-Mails, prüfe das Wetter und sende mir eine einzelne Zusammenfassungsbenachrichtigung."
- Monzo/FinTech-Hacks: "Wenn ich in die Nähe eines McDonald's gehe, überweise ich £10 auf mein Sparkonto."
Entwicklungskontext und Herausforderungen
Die Entwickler haben PocketBot gebaut, weil sie einen "Fahrer, keine Suchleiste" wollten – einen echten Agenten statt nur einer weiteren Chatbot-Hülle. Sie haben speziell vermieden, gegen das Betriebssystem anzukämpfen, indem sie die Architektur um native iOS-APIs herum aufgebaut haben.
Aktuelle Einschränkungen umfassen den Kampf mit den Speichergrenzen der A-Serie-Chips während der lokalen Schlussfolgerung. Die Beta ist auf 1.000 Tester beschränkt, um die Akkuauswirkungen auf verschiedenen iPhone-Modellen zu überwachen, mit besonderem Interesse an Tests auf iPhone 15 Pro oder neueren Geräten, um zu sehen, ob iOS den App-Prozess beendet.
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