Öffentliche Gegenreaktion gegen KI ist real: Gewalt, Umfragedaten und abnehmende Erträge
Am 10. April warf ein 20-Jähriger einen Molotow-Cocktail in Sam Altmans Haus. Tage zuvor feuerte jemand 13 Schüsse auf das Haus eines Stadtrats in Indianapolis wegen eines Rechenzentrumsprojekts ab. Das sind die extremen Ränder einer wachsenden öffentlichen Gegenreaktion gegen KI, aber die subtileren Daten sind ebenso deutlich. Der Stanford AI Index 2026 berichtet, dass nur 23 % der Öffentlichkeit glauben, dass KI Arbeitsplätze langfristig verbessern wird (im Vergleich zu 73 % der Experten), und nur 21 % denken, dass sie der Wirtschaft hilft. Eine Gallup-Umfrage vom März 2026 zeigt, dass die Begeisterung der Gen Z für KI von 36 % auf 22 % gesunken ist, während die Wut von 22 % auf 31 % gestiegen ist.
Warum die Gegenreaktion zunimmt
Die Tech-Journalistin Jasmine Sun beschreibt die Stimmung als eine Weltanschauung, in der KI als ein elitäres politisches Projekt angesehen wird, das von weltfremden Milliardären vorangetrieben wird. Währenddessen schwanken KI-CEOs zwischen apokalyptischen Warnungen und Versprechungen von massiven Arbeitsplatzverlusten, während die Öffentlichkeit mit steigenden Kosten und stagnierenden Löhnen konfrontiert ist. In Virginia könnte der Bau von Rechenzentren die Strompreise für Haushalte bis 2030 um 25 % erhöhen.
Die Produktivitätszahlen helfen nicht
Ein NBER-Papier vom Februar 2026 ergab, dass 80 % der Unternehmen, die KI einsetzen, keinen Einfluss auf die Produktivität meldeten. Eine viel zitierte MIT-Studie von 2025 zeigte, dass 95 % der unternehmenseigenen KI-Pilotprogramme keine Rendite erbrachten. Selbst beim Programmieren argumentierte ML-Ingenieur Han-Chung Lee auf GitHub, dass interne Produktivitätskennzahlen oft verzerrt werden, um Akzeptanzziele zu erreichen, die niemand überprüfen kann.
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