Signet: Ein Open-Source-Lokales-First-Speichersubstrat für KI-Agenten

Was Signet löst
Die meisten aktuellen KI-Agenten-Speichersysteme funktionieren wie RAG (Retrieval-Augmented Generation): Benutzernachricht → Speicher durchsuchen → Ergebnisse abrufen → Antwort. Das funktioniert bei expliziten Abfragen, scheitert aber, wenn relevanter Kontext implizit ist.
Beispiele aus der Quelle:
- „Richte die Datenbank für den neuen Dienst ein“ sollte aufzeigen, dass PostgreSQL bereits gewählt wurde
- „Mein Transkript wurde abgelehnt, kein Eintrag unter meinem Namen“ sollte aufzeigen, dass der Nutzer seinen Namen geändert hat
- „Für welche Uhrzeit soll ich meinen Wecker für mein 8:30 Meeting stellen?“ sollte die Pendelzeit aufzeigen
Das Problem ist nicht die Speicherung – es ist, dass diese Systeme warten, bis die aktuelle Nachricht genug Abfragesignal enthält, um den richtigen vergangenen Kontext abzurufen.
Wie Signet funktioniert
Signet verwaltet Speicher außerhalb der Agentenschleife mit dieser Architektur:
- Bewahrt Roh-Transkripte
- Destilliert Sitzungen in strukturierten Speicher
- Verknüpft Entitäten, Einschränkungen und Beziehungen in einem Graphen
- Nutzt Graphentraversierung + Hybrid-Retrieval, um einen Kandidatensatz zu erstellen
- Sortiert Kandidaten für Prompt-Relevanz neu
- Injiziert Kontext, bevor der nächste Prompt beginnt
Der Agent entscheidet nicht, was gespeichert oder wann gesucht werden soll – er startet mit bereits verfügbarem Kontext. Dies bewegt sich von abfrageabhängigem Retrieval hin zu ambientem Abruf.
Technische Details
Signet ist:
- Local-first (SQLite + Markdown)
- Überprüfbar und reparierbar
- Funktioniert über Claude Code, Codex, OpenCode und OpenClaw
Auf LoCoMo erreicht es derzeit 87,5% Antwortgenauigkeit mit 100% Hit@10 Retrieval bei einer 8-Fragen-Stichprobe. Der Entwickler merkt an, dass dies eine kleine Stichprobe ist, aber zeigt, dass der Ansatz vielversprechend ist.
📖 Read the full source: r/openclaw
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