David Silvers Ineffable Intelligence sammelt 1,1 Milliarden Dollar für RL-basierten Superlerner ohne menschliche Daten

Ineffable Intelligence, ein britisches KI-Labor, das vom ehemaligen DeepMind-Forscher David Silver gegründet wurde, hat 1,1 Milliarden Dollar bei einer Bewertung von 5,1 Milliarden Dollar eingesammelt. Das Unternehmen will einen 'Superlearner' entwickeln, der Wissen und Fähigkeiten ausschließlich durch Reinforcement Learning – Versuch und Irrtum – erlangt, ohne auf von Menschen generierte Daten angewiesen zu sein.
Silver, Professor am University College London, leitete zuvor das Reinforcement-Learning-Team bei DeepMind und war maßgeblich an der Entwicklung von AlphaZero beteiligt, das Schach und Go allein durch Selbstspiel meisterte, ohne menschliche Strategien oder Partieaufzeichnungen. Ineffables Ansatz erweitert diese Idee: Ihr Superlearner soll alles Wissen aus eigener Erfahrung lernen, vergleichbar mit Darwins Evolutionstheorie. Auf der Unternehmenswebsite heißt es: 'Falls erfolgreich, wird dies einen wissenschaftlichen Durchbruch von vergleichbarer Bedeutung wie Darwin darstellen: Wo sein Gesetz alles Leben erklärte, wird unser Gesetz alle Intelligenz erklären und aufbauen.'
Die Finanzierungsrunde wurde von Sequoia Capital und Lightspeed Venture Partners angeführt, mit Beteiligung von Index Ventures, Google, Nvidia, der British Business Bank und dem Sovereign AI Fund des Vereinigten Königreichs. Die Bewertung platziert Ineffable in die Reihe der 'Kokosnuss-Runden' – massive Seed-Investitionen, die von Star-KI-Forschern angezogen werden. Zum Vergleich: AMI Labs (mitbegründet von Yann LeCun) sammelte letzten Monat 1,03 Milliarden Dollar bei einer Bewertung von 3,5 Milliarden Dollar vor der Finanzierung, und Recursive Superintelligence (mitbegründet von DeepMinds Tim Rocktäschel) soll 500 Millionen Dollar eingesammelt haben, mit Potenzial auf eine Milliarde.
Silver bezeichnet das Vorhaben als 'sein Lebenswerk', wobei etwaige persönliche Gewinne an wirkungsvolle Wohltätigkeitsorganisationen gespendet werden sollen. Zur Führungsriege des Unternehmens werden voraussichtlich mehrere ehemalige DeepMind-Mitarbeiter gehören. Obwohl kein Zeitplan oder Erlösmodell bekannt gegeben wurde, unterstreicht die Finanzierung die wachsende Dynamik Londons als KI-Zentrum, befeuert durch DeepMind-Alumni.
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