Vollzeit KI-Ingenieur: Kein Code mehr anfassen

Max Heyer (enum, Wunder Software) hat komplett aufgehört, Code zu schreiben. Er arbeitet jetzt ausschließlich mit KI-Agenten: Er entwirft Architekturen, schreibt Spezifikationen, liest Diffs und lehnt Agenten-Output ab, der nicht passt. Seit Monaten hat er keine Funktion, keinen Bugfix und keine neue Funktion selbst getippt – und sagt, er würde nicht zurückgehen, selbst wenn KI-Codierung morgen verschwinden würde.
Wichtige Punkte aus seinem Beitrag:
- Workflow: Er schreibt Spezifikationen und sieht dann zu, wie mehrere Agenten diese umsetzen. Er liest jeden Diff und lehnt Agentenideen ab, die das falsche Problem lösen oder eine falsche Testabdeckung haben.
- Was sich geändert hat: Das Tippen war immer nur Overhead – die eigentliche Arbeit bestand darin, zu entscheiden, was das System tun soll, Abstraktionen zu wählen und Komplexität zu managen. Die Agenten haben den Übersetzungsschritt eliminiert.
- Wandel der Fähigkeiten: Die entscheidende Fähigkeit ist jetzt Geschmack – das Erkennen von schlechtem Design, lasttragenden Annahmen und unzureichender Testabdeckung. Er liest jetzt mehr Code als zuvor, weil er Agenten-Output reviewt, anstatt selbst zu tippen.
- Ehrliche Einschätzung: Er sagt, wenn KI-Codierung morgen verschwinden würde, würde er ganz mit dem Programmieren aufhören. Seine Identität als jemand, der Code schreibt, ist nun abhängig von einem Tool-Stack, der sich zurückentwickeln könnte – und das ist in Ordnung für ihn.
- Kein Vibe-Coding: Er warnt davor, einen Agenten Code generieren zu lassen, den man nicht liest, in einem System, das man nicht versteht. Das führt zu Produktionsproblemen, die man um 3 Uhr morgens nicht debuggen kann.
Für wen es gedacht ist: Entwickler, die KI-Codierungsagenten nutzen und sich fragen, ob sich ihre Rolle vom Schreiben von Code hin zum Bewerten von Code verschiebt.
📖 Vollständige Quelle lesen: HN AI Agents
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